Anna
ALEXANDER, verh. JAARI

1904 - 1987 I
Schulthaißstraße 9
Stolperstein verlegt am 22.05.2009
Anna ALEXANDER, verh. JAARI Schulthaißstraße 9

Von Konstanz nach Israel: Anna Alexanders Flucht vor dem Holocaust

Anna Alexander wurde 1904 in Konstanz als Tochter von Salomon und Berta Alexander geboren. Ihr Vater kam 1901 zunächst alleine aus Warschau nach Konstanz, holte aber nach kurzer Zeit seine Frau Berta und ihre gemeinsamen Söhne Sigmund und Albert nach. Sigmund, geb. 1897 in Warschau, überlebte den Holocaust, da er mit einer Nichtjüdin verheiratet war.

1902 kommt Annas Bruder Simon in Konstanz zur Welt.

Die Familie lebt lange in der Bodanstraße 37. Im Februar 1932 stirbt Annas Mutter nach langer Krankheit.

Im November 1933 zieht die Familie in den 2. Stock der Schulthaißstr. 9, wo Bruder Simon Alexander bereits wohnte.

Anna, die als Modistin arbeitet, bemüht sich in zunehmend bedrohlicher Umgebung bereits sehr früh um ein Visum und kann am 17. Dezember 1934 nach Zypern emigrieren. Von dort gelangt sie nach Palästina. Durch ihre Heirat mit Ernst Jaari (von der Wall), der bereits in Palästina lebt, kann sie die palästinische Staats­angehörigkeit erwerben. Sie überlebt im heutigen Israel und wird erst Jahre später mit ihrem Mann in die Schweiz ziehen, wo sie 1987 stirbt.

Zwei ihrer vier Brüder, Albert Alexander und Simon Alexander, wurden 1942 in Auschwitz ermordet.

Recherche: Petra Quintini
Patenschaft: Gisela Zeeb, Ulrich Zeeb

Quellen & Literatur:

n/a
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Familienmitglieder

Albert
ALEXANDER

1897 - 1942 I
Rosgartenstraße 16

Salomon
ALEXANDER

1873 - I
Schulthaissstraße 9

Simon
ALEXANDER

1901 - 1942 I
Schützenstraße 16