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Konstanzer Gedenkstelen für Opfer von Zwangssterilisationen und „Euthanasie“-Morden

Schätzungsweise 400.000 Menschen waren während des Nationalsozialismus zwangsweise unfruchtbar gemacht und weitere annähernd 300.000 unter dem euphemistischen Schlagwort „Euthanasie“ – „guter“, „süßer“ oder auch „schöner Tod“ – als „lebensunwert“ ermordet worden. Der „deutsche Volkskörper“ sollte vor rassischer „Verunreinigung“ und genetischer „Degeneration“ bewahrt werden. Auch in Konstanzer Behörden und Kliniken waren zahlreiche Akteure an diesen Verbrechen […]

Konstanzer Gedenkstele vor dem ehemaligen Erbgesundheitsgericht

Das ehemalige Konstanzer NS-Erbgesundheitsgericht Mit einer Verordnung des badischen Justizministers Dr. Otto Wacker wurde in Konstanz zum 1. Januar 1934 das Konstanzer Erbgesundheitsgericht als eines von 18 Erbgesundheitsgerichten im Land Baden eingerichtet. Es war dem Amtsgericht angegliedert und für die Durchsetzung des gleichzeitig am 1. Januar 1934 in Kraft getretenen „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ […]

Konstanzer Gedenkstele vor der ehemaligen Frauenklinik

Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus Mit dem am 1. Januar 1934 in Kraft getretenen „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ definierte das NS-Regime die „Rassenhygiene“ als Leitlinie ihrer Gesundheits- und Sozialpolitik: Psychisch beeinträchtigte Menschen, aber auch Hilfsschüler*innen, Fürsorgeempfänger*innen, Langzeitarbeitslose und „Asoziale“ galten nun als Gefahr für die „deutsche Volksgemeinschaft“. Sie sollten deshalb zwangsweise sterilisiert und somit zumindest an […]

Konstanzer Gedenkstele vor dem Klinikum

Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus In der NS-Zeit wurden Frauen, Männer und Jugendliche in diesem Krankenhaus Opfer von Medizinverbrechen. Mit dem am 1. Januar 1934 in Kraft getretenen „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ hatte das NS-Regime die „Rassenhygiene“ als Leitlinie ihrer Gesundheits- und Sozialpolitik definiert: Psychisch beeinträchtigte Menschen, aber auch Hilfsschüler*innen, Fürsorgeempfänger*innen, Langzeitarbeitslose und „Asoziale“ galten nun […]

Konstanzer Gedenkstele vor dem ehemaligen Gesundheitsamt

Das staatliche Gesundheitsamt im Nationalsozialismus In diesem Gebäude auf der Marktstätte 22 befand sich ab April 1937 das zwei Jahre zuvor gegründete und für den gesamten Kreis zuständige staatliche Gesundheitsamt Konstanz. Konstanzer Ärzte beteiligten sich hier aktiv an NS-Medizinverbrechen. Das Gesundheitsamt als Ermittlungs- und Vollzugsbehörde der NS-„Erb- und Rassenlehre“ Mit dem am 1. Januar 1934 […]

Konstanzer Gedenkstele auf dem Hauptfriedhof

In dieser Grabstätte wurden im Juli 1984 die Urnen von 183 Menschen aus Süddeutschland und Vorarlberg beerdigt, die zwischen 1940 und 1944 NS-Massenverbrechen zum Opfer fielen. Anfang April 1940 informierte Viktor Brack, einer der Hauptorganisatoren der reichsweiten „Euthanasie“-Verbrechen, die in Berlin versammelten Oberbürgermeister des deutschen Gemeindetags darüber, dass sie die Ankunft einer großen Anzahl von […]