Emilie und Oskar Schindler haben ihr Leben riskiert und ihr gesamtes Vermögen geopfert, um 1 200 jüdische Menschen vor dem sicheren Tod in den Gaskammern der Nationalsozialisten zu retten. Zivilcouragiert handelten sie und kämpften mutig für Menschenrechte – in einer Zeit, in der es keine gab. Sie stellten in ihren Fabriken jüdische Kräfte an, um sie vor der Deportation und Vergasung zu retten.
Im August 1944 räumten die Nationalsozialisten das Arbeitslager Plaszow in Krakau, und alle Häftlinge, auch die jüdischen aus den beiden Fabriken Schindlers (Emailwarenfabrik und Rüstungsfabrik), wären deportiert worden. Aber Oskar und Emilie Schindler ersannen einen Trick und verlegten die Fabrik mit ihrer gesamten Belegschaft und dem Maschinenpark nach Brünnlitz in der heutigen Republik Tschechien. Nach langen Tagen des bangen Wartens erteilte die Berliner Kommandantur die Genehmigung, aber dafür sollte Oskar Schindler eine Liste mit allen Namen, Berufs– und Geburtstagsangaben der Belegschaft erstellen. Er fälschte die meisten Angaben. So ist die berühmte „Schindlers Liste“ entstanden“.
Wer ein Menschenleben rettet, der rettet die ganze Welt!
Der Hollywood-Film „Schindlers Liste“ des amerikanischen Regisseurs Steven Spielberg basiert auf dem historischen Roman von Thomas Keneally aus dem Jahr 1982. Dieser Film von 1993 hat weltweit Wellen geschlagen, aber stellt er die historischen Fakten dar?
Prof. Erika Rosenberg-Band lernte Emilie Schindler 1990 in Buenos Aires (Argentinien) zu einer Zeit kennen, in der Oskar Schindlers Witwe völlig unbekannt bzw. in Vergessenheit geraten war und in großer Armut lebte.
Nach langen Gesprächen mit der Historikerin und Autorin Erika Rosenberg-Band entstand ein autobiografisches Porträt jener zivilcouragierten Frau, die Jahrzehnte in der Dunkelheit des Vergessens in Südamerika lebte.
Zum ersten Mal in ihrem Leben trat Emilie aus dem Schatten Oskar Schindlers hervor und erzählte die Geschichte mit Fakten und Details. Eine Geschichte, die uns alle inspiriert und auf eine bessere Welt hoffen lässt.
Im Anschluss an den Vortrag von Erika Rosenberg-Band stellt die Crescere Stiftung Bodensee das für Oskar und Emilie Schindler geplante Mahnmal vor.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Initiative Stolpersteine für Konstanz und der Crescere Stiftung Bodensee.